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Ein Sommernachmittag im Freibad Karlshafen

P1040399Erinnert ihr euch nicht auch noch gerne daran zurück: Die Sommerferien hatten begonnen, endlich würde es ein heißer Tag werden und man hatte nichts anderes vor, als spätestens nach dem Mittagessen ins Mineralfreibad aufzubrechen, um den Rest des Tages dort zu verbringen? Man kam dann auf die Weserbrücke und stellte zu seiner Enttäuschung fest: Der Drei-Meter-Turm war bereits gesperrt, es musste also schon zu dieser frühen Stunde bereits brechend voll sein. Aber egal, es würde trotzdem ein toller Nachmittag werden …

Heute möchte ich euch mitnehmen, eine meiner schönsten Erinnerungen aus Kinder- und Jugendtagen mit mir zu teilen: Die Zeit im Freibad. Ich hatte den Text bereits mehrfach hier und bei Facebook veröffentlicht. Doch steht für mich bereits seit Monaten fest, ihn auch in diesem Sommer noch einmal zu publizieren.

 

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Kleine Geschichte der Weserquerung in Karlshafen

Während derzeit bereits die dritte Weserbrücke in der Geschichte Karlshafens gebaut wird, war die Querung des Flusses schon immer ein wichtiges Thema für die Stadt. Drahtseilfähre, Eisenbahnbrücke, Brückenzoll sowie Zerstörung und Wiederaufbau seien hier als Stichworte genannt.

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Vergessene Orte (4): Die Himmelsleiter

P1030600In der Reihe „Vergessene Orte“ geht diesmal hoch hinaus: Die Himmelsleiter im Reinhardswald, gar nicht weit weg von den letzten Häusern des C.-D.-Stunz-Wegs. Die Himmelsleiter, ein „Vergessener Ort“? Immerhin findet sie sich noch auf den aktuellen Stadtplänen Bad Karlshafens, zudem kennt sie jede/r, die/der im Ort aufgewachsen ist. Mussten nicht auch Sie die Zahl der Stufen zählen, als Sie beim Wandertag in der Grundschule dort hinauf gescheucht wurden?

Warum dann also die Himmelsleiter als „Vergessener Ort“? Ganz einfach – erstens würde nicht jeder die Himmelsleiter heute wiederfinden: Die Wege sind verwaist und eine Beschilderung lange schon nicht mehr vorhanden. Zweitens gibt es in diesem Fall sogar einen Videobeweis: Vielleicht erinnern Sie sich an den Bericht des hr-Fernsehens vom 6. November 2015, wo Jürgen Bunk und Egon Haake eine Expedition zur Himmelsleiter unternommen haben und dazu im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein klettern mussten? Oben angekommen und vor dem alten Steinbruch stehend, waren sie wahrhaft ergriffen.

Folgen Sie also gerne dieser Erinnerung an den „Stairway to heaven“ im heimatlichen Reinhardswald.

 

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Wandern wie vor achtzig Jahren

P1040604Gehen Sie heute mit mir achtzig Jahre in der Zeit zurück und stellen Sie sich vor, wie eine Familie an einem Sonntagmittag bei Rehbraten oder Erbseneintopf die Frage diskutiert, wo denn der anstehende Sonntagsspaziergang entlangführen soll. Vater möchte gerne zum Hugenottenturm und nach Herstelle, doch schließlich können ihn die Mutter und ihre drei Töchter beim Griesbrei mit Himbeeren zu einer weniger anstrengenden Tour überreden: In den Reinhardswald soll es gehen, hinauf zu „Rütli“ und „Wanderslust“ sowie den Spuren Hermann Löns. Das größte Problem der Mutter würde auf dieser Route vermutlich darin bestehen, den Vater davon abzuhalten, bereits in die Bahnhofsgaststätte einzukehren, um dort ein Bier zu trinken – denn dann müssten die vier Frauen ihren Weg wohl alleine fortsetzen.

„Hedwig, hol doch bitte mal die „Geschichte der Landschaft und der Stadt Karlshafen mit Führer durch die Umgebung und Dampferfahrplan“ aus meiner Schreibtischschublade und schau dir an, wo wir lang laufen müssen. Weg Nummer 4, wenn ich mich recht erinnere.“ Stolz würde die Elfjährige sich auch alles genau einprägen – schließlich hatte sie heute die Verantwortung.

Kommen Sie mit auf eine Reise durch Raum und Zeit – auf einer Strecke, von deren Schönheit ich mich erst kürzlich wieder überzeugen konnte und die einen wirklich vergessen lässt, in welchem Jahr man eigentlich lebt. Und ja, Stürme hat es damals auch schon gegeben.


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Sonderausstellung „Die andere Reformation – Johannes Calvin und die Reformierten in Mitteldeutschland“

Bereits Mitte Mai 2018 wurde im Deutschen Hugenotten-Museum in Bad Karlshafen die Sonderausstellung „Die andere Reformation – Johannes Calvin und die Reformierten in Mitteldeutschland“ eröffnet. Die interessante Ausstellung läuft noch bis zum 4. November 2018. Im Rahmen der Eröffnung am internationalen Museumstag (13. Mai) wurden zudem Jochen Desel und Mary Gundlach offiziell als Museumsleiter beziehungsweise stellvertretende Museumsleiterin verabschiedet.

Vielleicht klingt das Ausstellungsthema nicht so interessant für die Geschichte Bad Karlshafens? Mitnichten, denn auch hier gab es in den Anfangsjahren der Stadt eine französisch-reformierte, eine deutsch-reformierte sowie eine lutherische Gemeinde, die erst im Laufe der Jahre zur heutigen evangelischen Glaubensgemeinschaft zusammengewachsen sind.

 

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Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (8): Das Weinhaus Römer

Die achte und letzte Kostbarkeit dieser Reihe ist das Weinhaus Römer am Hafenplatz in Bad Karlshafen. Ist der Begriff „Weinhaus“ eigentlich selbsterklärend, beherbergt das 1838 erbaute Haus für Bad Karlshafen jedoch etwas ganz besonderes: Die regelmäßig stattfindenden Vorstellungen der Kleinkunstbühne bieten anspruchsvolle Unterhaltung für alle, die Kabaret, Singer-Songwriter, Blues, Poesie und mehr mögen. Hier finden zudem die Tagungen der Compagnie Poesie statt, die schon mehrfach im Kursaal die „Lange Nacht der Poesie“ veranstaltet haben. Und natürlich ist das Weinhaus, was es verspricht: Weinfachhandel, Likörmanufaktur, Ort für gepflegte Weinproben und die Weinsprechstunde sowie vieles mehr. Nicht zuletzt endet genau hier der Hugenotten- und Waldenserpfad, der die Fluchtroute der Religionsflüchtlinge aus dem 17. Jahrhundert beschreibt. Da ist es natürlich naheliegend, auch geführte Stadtspaziergänge und Wanderungen anzubieten.

 

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Carl – viel mehr als nur ein Namensgeber

„Carlstaße“, „Carlsplatz“ und „Carlsbahn“ – täglich kommen wir in Bad Karlshafen und Helmarshausen mit „Landgraf Carl zu Hessen Cassel“ in Kontakt. Doch wer war dieser Carl? Er verkaufte Soldaten, verfolgte ein unrealistisches Kanalprojekt und schuf eine Stadt, die noch heute seinen Namen trägt. Aber wie die noch bis zum 1. Juli in Kassel laufende Ausstellung „Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa“ sowie das hervorragende Begleitbuch zeigen, steckte hinter dem Landesherren mehr als man gemeinhin vermutet. Beispiele: Er und seine fünf Söhne kämpften im Spanischen Erbfolgekrieg und einer seiner Söhne wird später König von Schweden. Er war es auch, der den Perpetuum-Mobile-Bauer Orffyreus zunächst nach Kassel holte, um ihn dann später nach Karlshafen zu verbannen.

 

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Mal in eigener Sache: Blogbeiträge abonnieren

Anfang des Jahres 2018 ist der Bad-Karlshafen-und Helmarshausen-Blog „Treffpunkt Hafenmauer“ auf seine eigene Domain www.treffpunkt-hafenmauer.de umgezogen und hat mittlerweile auch schon mehr als 5000 Zugriffe zu verzeichnen. Seit kurzem ist es zudem möglich, die regelmäßig erscheinenden Blogbeiträge direkt zu abonnieren. Auf diese Weise läßt sich sicherstellen, dass man keinen der interessanten Beiträge zu Geschichte, Geschichten und Insidertipps von/über/für Bad Karlshafen und Helmarshausen verpassen kann. Sie finden die Eintragungsmöglichkeit auf jeder Seite von Treffpunkt Hafenmauer unten links im der Fußbereich – E-Mail-Adresse eintragen und „Blogbeiträge abonnieren“ anklicken, Bestätigungsmail abwarten, Abo bestätigen, fertig! Eingetragene Abos werden nur nach Ihrer persönlichen Bestätigung aktiviert (Double-Opt-in) und können auch jederzeit leicht mittels des entsprechenden Links in den E-Mails beendet werden. Sollte es Schwierigkeiten beim Abonnieren der Beräge geben, so gibt es hier eine kleine Hilfestelllung. Und das alles ist konform zu der am 25. Mai 2018 in Kraft getretenen Europäischen Datenschutzverordnung: Natürlich gibt es auch eine aktualisierte Datenschutzerklärung, die auf der Internetseite im Bereich „Service“ jederzeit einsehbar ist und die die ordnungsgemäße Verwendung der wenigen gespeicherten Daten erläutert.

Ein Wort der Entschuldigung an die bereits eingetragenen Empfänger der Blogbeiträge: Leider gibt es heute nicht die gewohnt-spannenden Informationen über die „Barockstadt im märchenhaften Weserbergland“ beziehungsweise das „1000-jährige Tor zum Reinhardswald“. Aber ich würde mich darüber freuen, wenn Sie diesen Beitrag vielfach weiterleiten und teilen, um auf diese Weise das Open-Source-Projekt „Treffpunkt Hafenmauer“ und damit die Lieblingsorte Bad Karlshafen und Helmarshausen weiter bekannt zu machen. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Leser meines Blogs in den Sozialen Medien.

Denn es ist meine Philosophie, interessante Informationen, sobald ich sie gefunden habe, aufzuarbeiten und zu veröffentlichen. Damit ist sichergestellt, dass auch zukünftige Generationen wissen, wie ihre Altvorderen die Orte gesehen haben und was sie dort erleben durften. Aber es wäre ungerecht, nur in die zugegeben spannende Vergangenheit zu schauen: Dass die Orte schon viel viel zu bieten haben, zeigen – stellvertretend für alle Sehenswürdigkeiten der Erlebnisstadt – die „Acht Kostbarbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen“.

Und die Gedanken an die Zukunft sollten sowie immer rosig sein …

Orffyreus und das Perpetuum Mobile erobern Bad Karlshafen

Die Stadt Bad Karlshafen dreht derzeit am Rad, aber nicht wegen ihrer Finanzen oder der zahlreichen Baustellen. Nein, sie berauscht sich vielmehr an einem ganz besonderen Ereignis, das auf die Anwesenheit des Perpetuum-Mobile-Erfinders Orffyreus in der Stadt zurückgeht: Dieses und nächstes Wochenende (24.05.-26.05. und 31.05.-02.06.) gibt es die einmalige Möglichkeit, den Quacksalber, Schatz- und Goldgräber und vor allem Uhrmacher im Rahmen des Theaterstücks „Perpetuum Mobile – Eine Stadt im Rausch“ kennenzulernen. Eine begleitende Ausstellung schildert noch bis zum 14. Oktober  2018 detailliert Leben und Werk von Johann Ernst Elias Bessler, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Orffyreus.

 

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Zeitreise: 1943 – Die Flutwelle der zerstörten Edertalsperre erreicht Karlshafen

1943 ist das Jahr, in dem in Stalingrad die sechste Armee unter Generalfeldmarschall Friedrich Paulus kapituliert. Die Geschwister Scholl werden wegen ihres Widerstands gegen den Nationalsozialismus hingerichtet und der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler wird geboren. Im selben Jahr stirbt der russische Pianist, Komponist und Dirigent Sergei Rachmaninow. Während in Karlshafen und an anderen Orten an der Weser der Muttertag begangen wird, starten am 16. Mai 1943 in England dreizehn Bomber, um im Herzen des damaligen Deutschen Reiches drei Talsperren anzugreifen. Die Flutwelle der am 17. Mai zerstörten Edertalsperre erreicht am 18. Mai Karlshafen und führt dort zu einem Pegelstand von 8, 57 Meter – eines der größten Hochwasser in der Stadt: Der Krieg kommt erstmals in die Stadt.

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