Startseite » Blog » Zeitreise

Kategorie: Zeitreise

Promenieren am Place des Huguenots

Heute Abend trifft sich die unternehmungslustige Gesellschaft beider Ortsteile zum „Dinner in White“ am Hafenplatz. Eine gute Gelegenheit, mal ins Träumen zu geraten und sich eine Vorstellung davon geben zu lassen, wie der Platz zukünftig ohne Bagger, Sandhaufen und Bauzäune ausschauen könnte. Kommen Sie also mit zum „Place des Huguenots“, einer Geschichte aus Teil 4 „2024“ des Essaybands „Bad Karlshafen 2.0 – Visionäres Kopfkino für die nördlichste Stadt Hessens“.

 

Weiterlesen

Zeitreise: 1987 – Erster Marktschreier-Wettbewerb ‚rund ums Hafenbecken‘

Foto: D. Steinchen
Foto: D. Steinchen

„Wurst-Herby vor Aal-Jürgen, Blumen-Hannes und Käse-Rüdiger, das ist die Rangfolge des Marktschreier-Wettbewerbs, der am Freitagabend in der Badestadt Karlshafen (Landkreis Kassel) ausgetragen wurde. Bis Sonntagabend findet „rund um das Hafenbecken“ ein großer „Fischmarkt a la Hamburg“ statt, an dem sich 53 „billige Jakobs“ aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligen.“

So beginnt die Notiz in der HNA vom Sonntag, dem 9. August 1987. 2018 buhlen die Marktschreier bereits zum einunddreißigsten Mal um die Gunst ihres Publikums. Scheinbare persönliche Beleidigungen der Konkurrenz und anzügliche Bemerkungen gehören gestern wie heute zum Geschäft der ‚billigen Jakobs‘, wie man die Besitzer von Buden und Ständen auch heute noch bezeichnet. Leider gibt das Archiv nicht alle Sieger des Wettbewerbs wieder, aber ein paar Schlaglichter aus den ersten vier Jahre des Wettbewerbs machen Lust auf mehr. Also, wie fing es an?

   .

Weiterlesen

Deutsche Bundespost, Postamt Karlshafen, 3522 Karlshafen

P1040299Können Sie sich auch noch an die fiesen Gesichter erinnern, die Sie anstarrten, als Sie in der Reihe anstanden, um eine Briefmarke zu kaufen oder Geld abheben wollten von Ihrem Postsparbuch?

Heute habe ich wieder eine Geschichte aus der Vergangenheit für Sie. Vielleicht denken  Sie ja auch manchmal an die Zeit zurück, in der man noch zwanzig Pfennig in den Fernsprechapparat werfen musste und sein Taschengeld für die Sondermarke „Jugendstil“ ausgegeben hat, ohne zu wissen, was Jugendstil eigentlich war?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Geschichte über die alte Post in Bad Karlshafen.

  

Weiterlesen

Das Literaturfestival Helmerateshusa (1): Ein zweifelhaftes Vergnügen

Für zwei Monate weilt derzeit die Schriftstellerin Jenifer Becker in Bad Karlshafen, da sie für das Stipendiat „Land in Sicht“ des Hessischen Literaturrats ausgewählt wurde. Was liegt also näher, als im „Geschichtensommer an der Diemelmündung“ die Kurzgeschichte „Das Literaturfestival Helmerateshusa (1): Ein zweifelhaftes Vergnügen“ aus Teil 3 „2020“ des Essaybands „Bad Karlshafen 2.0 – Visionäres Kopfkino für die nördlichste Stadt Hessens“ zu veröffentlichen?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Geschichte über einen Schriftsteller, der auf urkomische Art und Weise seiner eigenen Wichtigkeit zum Opfer fällt, als er dachte, der eigentliche Star des (leider immer noch fiktiven) Literaturfestivals Helmerateshusa zu sein.

Übrigens, am 1. August 2018 gibt es im Rahmen der Reihe „Kunst im Gewölbe“ eine Lesung mit Jenifer Becker (19.00 Uhr, Kunstantiquariat Schäfer, Bad Karlshafen, Conradistraße 2).

 

Weiterlesen

Ein Sommernachmittag im Freibad Karlshafen

P1040399Erinnert ihr euch nicht auch noch gerne daran zurück: Die Sommerferien hatten begonnen, endlich würde es ein heißer Tag werden und man hatte nichts anderes vor, als spätestens nach dem Mittagessen ins Mineralfreibad aufzubrechen, um den Rest des Tages dort zu verbringen? Man kam dann auf die Weserbrücke und stellte zu seiner Enttäuschung fest: Der Drei-Meter-Turm war bereits gesperrt, es musste also schon zu dieser frühen Stunde bereits brechend voll sein. Aber egal, es würde trotzdem ein toller Nachmittag werden …

Heute möchte ich euch mitnehmen, eine meiner schönsten Erinnerungen aus Kinder- und Jugendtagen mit mir zu teilen: Die Zeit im Freibad. Ich hatte den Text bereits mehrfach hier und bei Facebook veröffentlicht. Doch steht für mich bereits seit Monaten fest, ihn auch in diesem Sommer noch einmal zu publizieren.

 

Weiterlesen

Kleine Geschichte der Weserquerung in Karlshafen

Während derzeit bereits die dritte Weserbrücke in der Geschichte Karlshafens gebaut wird, war die Querung des Flusses schon immer ein wichtiges Thema für die Stadt. Drahtseilfähre, Eisenbahnbrücke, Brückenzoll sowie Zerstörung und Wiederaufbau seien hier als Stichworte genannt.

   Weiterlesen

Vergessene Orte (1): Der Charlottenstein

Foto: Bad-Karlshafen-Forum

Bad Karlshafen und Helmarshausen haben ‚Vergessene Orte‘ – Orte, die einstmals aufgrund ihrer Schönheit oder Einzigartigkeit die Ortschaften weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht haben. Ich persönlich kenne den Charlottenstein – ebenso wie die Himmelsleiter und den Hermann-Löns-Platz – bereits seit meiner frühesten Kindheit. Wir haben dort gespielt, sind in den alten Steinbrüchen herumgeklettert und haben im Wald so manche Hütte gebaut. Wenn ich jedoch heute einmal wieder die alten Wege entlanggehe, so macht es mich traurig, sowohl die Monumente als auch die Wege in einem derart schlechten Zustand zu sehen.

Ich möchte in einer Serie von Blogbeiträgen die Erinnerung zurückholen an die Stätten unserer Kindheit und Jugend – egal ob in Bad Karlshafen oder Helmarshausen -, die Schönheit mancher Flecken in unserer unmittelbaren Nähe betonen und ihren Wert für ein touristisches Gesamtkonzept für die Stadt herausstellen.

Beispiel des Kulturdenkmals Charlottenstein: Das Foto zeigt die starke Zerstörung des bereits baufälligen Bauwerks – ein Jammer, aber der letzte Sturm war einfach zu stark. Daher ist es wichtig, mit diesem ‚kleinen Aussichtsturm, der sich malerisch in den Hang des Waldes einfügt‘ zu beginnen – Der neue Bürgermeister und HessenForst haben Gesprächsbereitschaft signalisiert – noch ist nicht aller Tage Abend!

Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Admin des Bad-Karlshafen-Forums, der mir nicht nur dies Foto zur Vefügung gestellt hat, sondern mit seiner kontinuirlichen Berichterstattung wesentlich dafür Sorge getragen hat, dass der Charlottenstein vielleicht doch noch eine Chance bekommt.

Ist denn der Charlottenstein nur ein Haufen von Steinen? Nein, sicher nicht. Er wurde inzwischen von der im Ort lebenden Künstlerin Ariane Zuber in einem Gemälde für die Ewigkeit festgehalten und ist ein Postkartenmotiv. Zudem ziert er das Buchcover eines Bandes mit regionalen Kriminalgeschichten.

Neugierig? Dieser gut bebilderte Blogbeitrag erzählt Ihnen mehr über die kleine Burg, die Alfred von der Stein für seine Frau Charlotte errichtet hat.

 

Weiterlesen

1878 – Die Eisenbahn kommt nach Karlshafen (2): Ottbergen – Northeim („Sollingbahn“)

2018 ist das Erinnerungsjahr an den Beginn der Eisenbahn in beiden Ortsteilen: 1848 (vor 170 Jahren) nahm die Friedrich-Wilhelm-Nordbahn / Carlsbahn zwischen Carlshafen und Grebenstein auf der linken Weserseite ihren Betrieb auf. 1878 (vor 140 Jahren) folgte die Bahnstrecke zwischen Ottbergen und Northeim auf der rechten Weserseite. Heute ist die „Sollingbahn“ die alleinige Eisenbahnverbindung des Ortes. Immerhin kann man mit ihrer Hilfe aktuell in dreieinhalb Stunden nach Berlin, in sieben Stunden nach Paris, in acht Stunden nach Wien, in zehn Stunden nach London sowie in vierzehn Stunden nach Rom gelangen.

Die feierliche Eröffnung der Strecke Ottbergen – Northeim erfolgte am 15. Januar 1878. Ziel war es, Westfalen an die sächsischen und schlesischen Industriegebiete anzuschließen. Der Versuch, die Bahnlinien links und rechts der Weser miteinander zu verbinden, wurde übrigens auch in Erwägung gezogen.

Früher war es möglich, von Mönchengladbach nach Göttingen zu reisen – mit Halt in Karlshafen. Wollen wir also hoffen, dass uns die bestehende Verbindung zwischen Paderborn und Göttingen noch lange erhalten bleibt. 

 

Weiterlesen

Die Eisenbahn kommt nach Karlshafen (1): 1848 – Friedrich-Wilhelm-Nordbahn / Carlsbahn

2018 ist das Erinnerungsjahr an den Beginn der Eisenbahn in beiden Ortsteilen: 1848 (vor 170 Jahren) nahm die Friedrich-Wilhelm-Nordbahn / Carlsbahn zwischen Carlshafen und Grebenstein auf der linken Weserseite ihren Betrieb auf. 1878 (vor 140 Jahren) folgte die Bahnstrecke zwischen Ottbergen und Northeim auf der rechten Weserseite.

Die feierliche Eröffnung der Friedrich-Wilhelm-Nordbahn / Carlsbahn erfolgte am 3. April 1848. Die ersten beiden Lokomotiven auf der Strecke Carlshafen – Grebenstein hießen übrigens „Hirsch“ und „Sababurg“. Das Teilstück Grebenstein – Cassel folgte im August 1848.

Sie möchten mehr über die Geschichte der heute verschwundenen Bahn wissen? Viele Spuren der Eisenbahn in Carlshafen, linkes Ufer sind heute noch wiederzuentdecken. In Helmarshausen steht sogar noch das Bahnhofsgebäude, das heute zu den „Helmars-Häusern“ gehört. Folgen Sie den alten Spuren, ein Spaziergang mit sechs Stationen rund um die Carlsbahn nimmt Sie mit in eine andere Zeit.

 

Weiterlesen

Das Friedenstal – eine schöne Erinnerung (2)

Ich denke, fast alle Kinder aus Karlshafen haben eine schöne Erinnerung an das Friedenstal am Rand des immergrünen Sollings. Wir haben dort gespielt, Dämme gebaut und wieder eingerissen, Hütten gebaut und als Pfadfinder das Terrain erkundet. Doch auch die Erwachsenen schätzten dieses liebliche Tal als Oase der Ruhe – wenn nicht gerade spielende Kinder lautstark durch das lustvolle Einreißen eines Dammes die nächste Flutkatastrophe für den kleinen Eisenbahntunnel auslösten. Es war ja auch ein Ruhe- und Rastpunkt von Generationen von Wanderern – schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

In mehreren Blogfolgen möchte ich Ihnen Geschichten über das Friedenstal erzählen. Die ersten beiden Kurzgeschichten behandeln die glückliche Vergangenheit, an die sich viele von uns noch gerne erinnern. Heute geht es eine unangenehme Überraschung für Kurgäste aus dem Eisenbahnerheim, die auf einer kleinen Wanderung durch den Solling auch durch das Friedenstal wandern möchten.

Sollten Sie besondere Erinnerungen an das Friedenstal haben, so lassen Sie mich gerne an Ihnen teilhaben. Erzählen Sie mir und uns davon, vielleicht haben Sie auch noch schöne Fotos oder Postkarten. Es wäre schade, wenn das Friedenstal, welches sich heute in einem erbarmungswürdigen Zustand befindet, noch weiter in Vergessenheit geriete. Und nun viel Spaß mit der exklusiven Kurzgeschichte „Dammbruch!“!

Weiterlesen