Startseite » Blog » Zeitreise

Kategorie: Zeitreise

Jüdische Geschichte in Karlshafen und Helmarshausen – Teil 1: Leben

Man muss heute schon ziemlich genau hinschauen, wenn man die Spuren jüdischen Lebens in Bad Karlshafen und Helmarshausen erkennen will. In zwei Beiträgen möchte „Trefffpunkt Hafenmauer“ an die jüdische Kultur in den Ortsteilen erinnern. Während sich Teil 1 mit Leben und Alltag der jüdischen Mitbürger befasst, geht es in Teil 2 um das Gedenken an die Menschen, die als Opfer des Nationalsozialismus ermordet wurden, Selbstmord begangen haben oder geflüchtet sind.

Es gab vor Nationalsozialismus und Shoah auch in Helmarshausen und Karlshafen ein aktives jüdisches Gemeindeleben mit Gottesdiensten sowie Bestattungen auf dem eigenen jüdischen Totenhof. Mit einem Vorschlag für eine circa zweistündige Wanderung soll das Gemeindeleben unserer jüdischen Mitbürger anhand einiger Stätten nachgezeichnet werden.

Versetzen Sie sich heute also einmal in die Lebenssituation eines jüdischen Gläubigen, der sich aus Karlshafen kommend am Sabbat oder einem hohen jüdischen Feiertag auf dem Weg in die Synagoge nach Helmarshausen begibt. Folgen Sie im ersten Teil einfach den Spuren der jüdischen Gemeinde Helmarshausen / Karlshafen.

 

Weiterlesen

Das Rad der Ewigkeit

Es gibt einige Romane oder auch Romanverfilmungen, die Bad Karlshafen zum Thema  haben oder die Stadt als Handlungsort ausgewählt haben: Die Regionalkrimis der Reihe Tatort Märchenland oder der Krimi „Skywalk“ beispielsweise, Bad Karlshafen 2.0 oder auch „Der Winter, der ein Sommer war“. Zu dieser Reihe lässt sich gefahrlos der spannende Thriller „Das Rad der Ewigkeit“ von Tibor Rode hinzufügen, der das Perpetuum Mobile des Orffyreus zum Thema hat. Wenn man dieses Buch gelesen hat, sieht man eine Person im Ort ganz sicher mit anderen Augen …

    .

Weiterlesen

Das Literaturfestival Helmerateshusa (2): Nordhessen schreibt!

Für zwei Monate weilte die Schriftstellerin Jenifer Becker in Bad Karlshafen, da sie für das Stipendiat „Land in Sicht“ des Hessischen Literaturrats ausgewählt wurde. Sie hat während dieser Zeit sowie in dieser inspirierenden Umgebung an ihrem aktuellen Buch gearbeitet und mehrfach aus ihrem Manuskript gelesen. Aber warum nicht auch mal ein Literaturfesival in Bad Karlshafen oder Helmarshausen – und dazu gleich auch noch ein Schreibseminar für diejenigen, die schon immer von ihrem eigenen Buch träumen? Die Kurzgeschichte „Das Literaturfestival Helmerateshusa (2): Nordhessen schreibt“ stammt aus Teil 3 „2020“ des Essaybands „Bad Karlshafen 2.0 – Visionäres Kopfkino für die nördlichste Stadt Hessens“.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Geschichte über Carola, die auf dem Literaturworkshop »Nordhessen schreibt! – Regionaler Literaturworkshop für Anfänger und Könner« ihre Leidenschaft für das Geschichtenschreiben entdeckt. Zum Seminar gehört ebenfalls ein Besuch auf dem (leider immer noch fiktiven) Literaturfestival Helmerateshusa.

 

Weiterlesen

Helmarshäuser Geschichte

Heute geht es sozusagen um das „Bad-Karlshafen-Forum 0.3“ – Informationsvermittlung also zu einer Zeit, wo man nicht einfach die Zeitung oder das Internet zu Rate ziehen konnte, um etwas Aktuelles aus seinem Heimatort zu erfahren. Entsprechend der Einführung des Buchs spielte sich das damals eher wie folgt ab: „Wenn die Glocke des Stadtdieners durch die Straßen in Helmarshausen schallte, blieben alle stehen und lauschten, was die Obrigkeit zu verkünden hatte.“ Nachrichten aus einer Stadtrat las man nicht in der Zeitung, sondern erfuhr sie auf diese Weise: „Wenn alles still geworden war, stellte sich der Stadtdiener Wilhelm Stahlhuth in Positur und verlas aus dem Buch die Verfügungen, Anordnungen und Mitteilungen des damaligen Bürgermeisters Carl Hille.“

Eine interessante und ebenso ernsthafte wie heitere Lektüre über das Tagesgeschehen aus längst vergangenen Tagen.

  

Weiterlesen

Promenieren am Place des Huguenots

Heute Abend trifft sich die unternehmungslustige Gesellschaft beider Ortsteile zum „Dinner in White“ am Hafenplatz. Eine gute Gelegenheit, mal ins Träumen zu geraten und sich eine Vorstellung davon geben zu lassen, wie der Platz zukünftig ohne Bagger, Sandhaufen und Bauzäune ausschauen könnte. Kommen Sie also mit zum „Place des Huguenots“, einer Geschichte aus Teil 4 „2024“ des Essaybands „Bad Karlshafen 2.0 – Visionäres Kopfkino für die nördlichste Stadt Hessens“.

 

Weiterlesen

Zeitreise: 1987 – Erster Marktschreier-Wettbewerb ‚rund ums Hafenbecken‘

Foto: D. Steinchen
Foto: D. Steinchen

„Wurst-Herby vor Aal-Jürgen, Blumen-Hannes und Käse-Rüdiger, das ist die Rangfolge des Marktschreier-Wettbewerbs, der am Freitagabend in der Badestadt Karlshafen (Landkreis Kassel) ausgetragen wurde. Bis Sonntagabend findet „rund um das Hafenbecken“ ein großer „Fischmarkt a la Hamburg“ statt, an dem sich 53 „billige Jakobs“ aus dem ganzen Bundesgebiet beteiligen.“

So beginnt die Notiz in der HNA vom Sonntag, dem 9. August 1987. 2018 buhlen die Marktschreier bereits zum einunddreißigsten Mal um die Gunst ihres Publikums. Scheinbare persönliche Beleidigungen der Konkurrenz und anzügliche Bemerkungen gehören gestern wie heute zum Geschäft der ‚billigen Jakobs‘, wie man die Besitzer von Buden und Ständen auch heute noch bezeichnet. Leider gibt das Archiv nicht alle Sieger des Wettbewerbs wieder, aber ein paar Schlaglichter aus den ersten vier Jahre des Wettbewerbs machen Lust auf mehr. Also, wie fing es an?

   .

Weiterlesen

Deutsche Bundespost, Postamt Karlshafen, 3522 Karlshafen

P1040299Können Sie sich auch noch an die fiesen Gesichter erinnern, die Sie anstarrten, als Sie in der Reihe anstanden, um eine Briefmarke zu kaufen oder Geld abheben wollten von Ihrem Postsparbuch?

Heute habe ich wieder eine Geschichte aus der Vergangenheit für Sie. Vielleicht denken  Sie ja auch manchmal an die Zeit zurück, in der man noch zwanzig Pfennig in den Fernsprechapparat werfen musste und sein Taschengeld für die Sondermarke „Jugendstil“ ausgegeben hat, ohne zu wissen, was Jugendstil eigentlich war?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Geschichte über die alte Post in Bad Karlshafen.

  

Weiterlesen

Das Literaturfestival Helmerateshusa (1): Ein zweifelhaftes Vergnügen

Für zwei Monate weilt derzeit die Schriftstellerin Jenifer Becker in Bad Karlshafen, da sie für das Stipendiat „Land in Sicht“ des Hessischen Literaturrats ausgewählt wurde. Was liegt also näher, als im „Geschichtensommer an der Diemelmündung“ die Kurzgeschichte „Das Literaturfestival Helmerateshusa (1): Ein zweifelhaftes Vergnügen“ aus Teil 3 „2020“ des Essaybands „Bad Karlshafen 2.0 – Visionäres Kopfkino für die nördlichste Stadt Hessens“ zu veröffentlichen?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der Geschichte über einen Schriftsteller, der auf urkomische Art und Weise seiner eigenen Wichtigkeit zum Opfer fällt, als er dachte, der eigentliche Star des (leider immer noch fiktiven) Literaturfestivals Helmerateshusa zu sein.

Übrigens, am 1. August 2018 gibt es im Rahmen der Reihe „Kunst im Gewölbe“ eine Lesung mit Jenifer Becker (19.00 Uhr, Kunstantiquariat Schäfer, Bad Karlshafen, Conradistraße 2).

 

Weiterlesen

Ein Sommernachmittag im Freibad Karlshafen

P1040399Erinnert ihr euch nicht auch noch gerne daran zurück: Die Sommerferien hatten begonnen, endlich würde es ein heißer Tag werden und man hatte nichts anderes vor, als spätestens nach dem Mittagessen ins Mineralfreibad aufzubrechen, um den Rest des Tages dort zu verbringen? Man kam dann auf die Weserbrücke und stellte zu seiner Enttäuschung fest: Der Drei-Meter-Turm war bereits gesperrt, es musste also schon zu dieser frühen Stunde bereits brechend voll sein. Aber egal, es würde trotzdem ein toller Nachmittag werden …

Heute möchte ich euch mitnehmen, eine meiner schönsten Erinnerungen aus Kinder- und Jugendtagen mit mir zu teilen: Die Zeit im Freibad. Ich hatte den Text bereits mehrfach hier und bei Facebook veröffentlicht. Doch steht für mich bereits seit Monaten fest, ihn auch in diesem Sommer noch einmal zu publizieren.

 

Weiterlesen

Kleine Geschichte der Weserquerung in Karlshafen

Während derzeit bereits die dritte Weserbrücke in der Geschichte Karlshafens gebaut wird, war die Querung des Flusses schon immer ein wichtiges Thema für die Stadt. Drahtseilfähre, Eisenbahnbrücke, Brückenzoll sowie Zerstörung und Wiederaufbau seien hier als Stichworte genannt.

   Weiterlesen