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Schlagwort: Stadtgeschichte

1936 – Errichtung des ersten katholischen Kirchenbauwerks in Karlshafen

P1030549Während die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele in Berlin bereits auf Hochtouren liefen, wurde in Karlshafen das erste katholische Gotteshaus geweiht – die Herz-Jesu-Kapelle in der Mündener Straße, unterhalb der heutigen katholischen Kirche. Im gleichen Jahr bricht in Spanien der Bürgerkrieg aus und der Fußballspieler Uwe Seeler erblickt das Licht der Welt. Ebenfalls 1936 erschien Margaret Mitchells Roman ‚Vom Winde verweht‘, ebenso feierte ‚Moderne Zeiten‘ von Charlie Chaplin Premiere. Viele Ereignisse um den katholischen Glauben feiern 2016 Jubiläen: neben 1936 geht es um die Gründung der ersten katholischen Kirchengemeinde im Jahr 1891 und die Weihung der Sankt Michaels-Kirche 1956.
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Die Straßen von Bad Karlshafen: Teil 3 – Gebäude und Bauwerke

P1040507Im dritten Teil der Betrachtung der Ortsteile Bad Karlshafen und Helmarshausen anhand ihrer Straßennamen in der Reihe ‚Die Straßen von Bad Karlshafen‘ geht es um die ‚Gebäude und Bauwerke‘.

Insgesamt konnte ich bei meinen Recherchen einundzwanzig Bezüge zu Gebäuden und Bauwerken ermitteln, die ich im folgenden gerne kurz beschreiben möchte. Weiterlesen

Das Wahlgeschenk – Die Kurzgeschichte ›Ein Hauch von Venedig‹ nun kostenlos lesen

Stadtverordnetenversammlung – 17 Stimmen – panaschieren – kumulieren – Kreistag – und mit Sicherheit recht lange auf das Ergebnis warten müssen: So wird der heutige Tag vermutlich für viele Bad Karlshäfer und Helmarshäuser verlaufen. Die heutige Stimmabgabe ist eine wichtige und natürlich zukunftsweisende Abstimmung; hoffentlich ist daher die Wahlbeteiligung dann auch noch höher als beim Bürgerentscheid vor vier Wochen.

›Carl Sänger‹, der gestern den zweiten Teil ›2019‹ seiner Reihe ›Bad Karlshafen 2.0‹ veröffentlicht hat, macht allen Einwohnern, Freunden, Besuchern und auf die Stadt Neugierigen ein kleines, aber wertvolles Wahlgeschenk: Die im Jahr 2018 spielende Utopie ›Ein Hauch von Venedig‹ ist nun für jeden verfügbar, der von einer schönen Zukunft der Stadt träumt – unabhängig davon, ob sich die Hafenöffnung realisieren lässt oder eben nicht. Weiterlesen

Bad Karlshafen und Helmarshausen gehen wählen

Eine kleine Historie der Stadtverordnetenversammlung seit 1972

P1030600In einer Woche ist in Hessen Kommunalwahl und vermutlich werden das erste Mal seit 1968 wieder vier Fraktionen in der Gemeindevertretung der Stadt an der Diemelmündung sitzen: Mit der Alternative für Deutschland (AfD) wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das erste Mal eine rechtspopulistische Partei in die Gemeindevertretung einziehen. Leider wurde von den etablierten Parteien nicht in dem Maße die öffentliche Auseinandersetzung gesucht, wie ich (und vermutlich andere auch) es gewünscht hätte(n): Eine große Stärke dieser Partei ist ja glücklicherweise, dass sie sich in politischen Diskussionen gerne als unwählbar darstellt – die erste Bürgerversammlung zur Hafenöffnung hat das eindrucksvoll gezeigt. Der gemeine Bürger hingegen hetzt lieber in den sozialen Medien gegen die im Prinzip konzeptlose Gruppierung und klaut – ebenfalls konzeptlos – mehr als einmal ein Wahlplakat der Partei. So kommt man dieser Partei nicht bei – finde ich zumindest.

Zum Thema: Seit Jahrzehnten, eigentlich seit der Eingemeindung von Helmarshausen im Jahr 1972, gab es bisher immer drei Parteien in der Stadtverordnetenversammlung. Machen Sie mit mir heute eine kleine Reise durch die Geschichte von Stadtverordnetenversammlung und Rathaus in Bad Karlshafen und Helmarshausen. Wussten Sie beispielsweise, dass es erst seit 1977 (wieder) eine CDU-Fraktion im Stadtparlament gibt?

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1716 – Sieburg bekommt seinen ersten Stadtrat

P1030482Im Jahr 1716 schenkt der preußische König Friedrich Wilhelm I. dem russischen Zaren Peter I. das Bernsteinzimmer. Im gleichen Jahr geht der Pommernfeldzug 1715/1716 der preußischen, sächsischen und russischen Alliierten gegen die Schweden mit der Eroberung von Wismar zu Ende. Diedrich Baedeker, deutscher Buchdrucker und Verleger stirbt.

In Sieburg wurde in jenem Jahr der erste Magistrat mit Johann Heinrich Köhler als erstem Bürgermeister bestellt.

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Faszination Carlsbahn – Teil 3: Warum nicht einmal davon träumen, mit der Ferkeltaxe durch das Diemeltal zu reisen?

Banner Ferkeltaxe7

Bevor Sie heute den dritten Blogbeitrag zur Carlsbahn lesen, muss ich Sie warnen: Es ist eine Art ‚Dauerwerbesendung‘, wie man sie sonst eigentlich nur aus dem Privatfernsehen kennt. Wer also möchte, kann nun sofort wegzappen, ähh, ich meinte natürlich wegklicken. Alle anderen lade gerne ich ein auf eine fantastische, aber sicherlich spannende Reise ein. Das Reisemittel unserer Wahl ist – neben der Ferkeltaxe – die Neugier und die Phantasie, mit ihnen im Gepäck reisen auf den Spuren der Carlsbahn durch das Diemeltal.
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Vergessene Orte: Schillerplatz / Schillerhain

P1030521Warum gibt es auf den Hessischen Klippen einen ‚Schillerplatz‘? Leicht zu finden ist er ja, er liegt auf dem Kuhberg, direkt hinter dem ‚Platz der Heimatvertriebenen‘. Welche Verbindung gibt es zwischen dem 1802 geadelten Johann Christoph Friedrich von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg; † 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar) und der Stadt an der Weser?
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1715 – Grundsteinlegung für das ehemalige Pack- und Lagerhaus und jetzige Rathaus

P1030453Wir schreiben das Jahr 1715: Auf den Peleponnes und in Kroatien tobt der ‚Venezianisch-Österreichische Türkenkrieg‘ und der Tod des Sonnenkönigs Ludwig XIV beendete die längste Regentschaft eines französischen Monarchen. Im gleichen Jahr, als der kleine Ort Sieburg mit seinen 16 Jahren mitten in seiner Pubertät steckte, wurde mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses die Stadt Karlsruhe begründet – sie ist also jünger als das jetzige Bad Karlshafen (Quelle: Wikipedia).

Am 8. Juli 1715 erfolgte die Grundsteinlegung für das sogenannte Pack- und Lagerhaus am Hafenplatz, das heutige Rathaus der Stadt Bad Karlshafen. Begleiten Sie mich also gerne zurück in die Geschichte des ehemaligen Pack- und Lagerhauses, eines landgräflichen ‚Absteigequartiers‘ und späteren Rathauses.

Was ist Ihre erste Erinnerung an das Rathaus der Stadt Bad Karlshafen? Meine ist, dass wir in der ersten Hälfte der siebziger Jahre auf der mächtigen Holztreppe des Rathauses standen und auf unsere Schluckimpfung warteten. Wir, das waren die Grundschüler der Sieburgschule des Einschulungsjahrgangs 1973. Lang ist es her – seitdem war ich oft dort, um alle möglichen Formalitäten zu erledigen – in der ‚landgräflichen Absteige‘. Doch dazu mehr im vollständigen Beitrag. Weiterlesen

Jochen Desel: Die Geschichte der Kirchen in der Hugenottenstadt Karlshafen

Buch DeselWer kennt es nicht von früher: Es war der Sonntagmorgen und man bereitete sich mehr oder weniger freudig auf den Kirchgang vor. Ob nun gläubiger Kirchgänger nach Sankt Michael, launiger Konfirmand von Sankt Stephanus oder Mitglied der neuapostolischen Gemeinde auf dem Weg ins Invalidenhaus – der Sonntagmorgen gehörte früher fest der jeweiligen Kirchengemeinde.

Jochen Desel beschreibt als Herausgeber in seinem Büchlein „Die Geschichte der Kirchen in der Hugenottenstadt Karlshafen“ einen spannenden Teil der Ortsgeschichte, der so den Wenigsten bekannt sein dürfte. Oder wussten Sie, dass die Gläubigen früher mittels eines Glockenturms am Triftweg zur heiligen Messe gerufen wurden? Herr Desel wird Ihnen in seinem Buch auch verraten, dass zwei der drei Glocken im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen worden, um aus ihnen Waffen herzustellen. Erfahren Sie in dieser Buchbesprechung mehr über einen bislang wenig bekannten Teil der Stadtgeschichte. Und das Kirchengeschichte nicht unbedingt langweilig sein muss, zeigt dieses Buch allen Interessenten sehr eindrucksvoll. Weiterlesen

Deutsche Bundespost, Postamt Karlshafen, 3522 Karlshafen

P1040297Steht man vor diesem wundervollen Portal aus dem Jahr 1892, so kann man sich zunächst gar nicht mehr darin erinnern, dass man früher quasi täglich durch diese alte Tür gegangen ist. Wir stehen vor dem alten Postamt, in dem sich heute ein privates Wohnhaus befindet. Früher war es – gemeinsam mit dem alten Bahnhof – quasi das Kommunikationszentrum der Stadt. Für das Gebäude musste übrigens der alte Friedhof weichen, der sich an dieser Stelle bergan befand.

Heute unterhält die Deutsche Post AG – oder wie sie damals noch hieß ‚Deutsche Bundespost‘ immer weniger richtige Postämter. So ist es auch in Bad Karlshafen. Nach dem Wechsel in das Gebäude ‚An der Schlagd‘ wurde es eine ‚Postagentur‘, die zunächst im Einkaufszentrum auf der rechten Weserseite beheimatet war, bevor sie ihren jetzigen Standort, das Buch und Schreibwarengeschäft Meinhardt in der Weserstraße, bezog. Können Sie sich noch einen Briefträger erinnern, der jeden Berg hinauf und zu Fuß von Haus zu Haus ging? Oder das erste Telegramm?

Genau darum soll es heute gehen, wir unternehmen eine kleine Zeitreise in die Siebziger Jahre. Die Epoche, wo noch der immer freundliche Herr Heeger dem städtischen Postamt vorgestanden hat. Kommen Sie jetzt in Gedanken mit mir durch die schwere Eingangstür, so stehen Sie plötzlich wieder in der hohen Vorhalle mit der steinernen Treppe und dem Fenster auf der rechten Seite. Dort, etwas weiter oben, in der Ecke, befand sich die Telefonzelle, an der Wand links war die Tür, die in die Schalterhalle führte.

Na, kommen die Erinnerungen langsam zurück? Weiterlesen