Startseite » Blog » Spazieren, wandern und radeln

Kategorie: Spazieren, wandern und radeln

Vergessene Orte (3): Der Hermann-Löns-Platz

Der vor 150 Jahren geborene „Heidedichter“ Hermann Löns hat im stadtnahen Reinhardswald von Bad Karlshafen seinen eigenen Platz, einen „Aussichtspunkt auf das reizvolle Diemeltal“, wie es sinngemäß im Wanderführer von 1938 heißt. Doch wer war dieser Hermann Löns und wo findet man heute seinen Platz? In der Liste der bekannten Löns-Gedenkstätten steht für ‚Bad Karlshafen/Weser‘ folgender Eintrag zu Buche: „Löns-Platz mit Löns-Stein“. Früher war es laut Wanderführer zudem einer der attraktiven Aussichtspunkte der Stadt: „Es folgen kurz hintereinander die drei Aussichtspunkte Hermann-Löns-Platz, Hessenkanzel und Wandererslust. Von diesen drei Punkten biete sich dem Wanderer einer der reizvollsten Anblicke der Umgebung Karlshafens.“

Und heute?

 

Weiterlesen

Bellevue, Carlsplatz, Schicksal

Es führt ein breiter Weg hinauf vom Ortsausgang Bad Karlshafen zu einem herrlichen Aussichtspunkt, der aus diesem Grund auch zunächst den Namen „Bellevue“ – Schöne Aussicht“ tragen durfte. Dann wurde der Platz in die Reihe der Erinnerungsorte an Landgraf Carl zu Hessen aufgenommen und bekam den Namen Carlsplatz. Sehenswert ist auch der Besuchersteinbruch als Station des Eco Pfads „Archäologie Helmarshausen“. Was es aber nun mit dem Schicksal auf sich hat, erklärt der Blogbeitrag „Bellevue, Carlsplatz, Schicksal“ aus der Reihe „Stadtblicke“.

 

Weiterlesen

Vergessene Orte (2): Der Schillerhain

P1030521Ein weiterer „Vergessener Ort“ ist der oberhalb der Hessischen Klippen auf dem Kuhberg befindliche Schillerhain. Leicht zu finden ist er ja, er liegt direkt hinter dem „Platz der Heimatvertriebenen“. Aber warum gibt es auf dem Kuhberg einen Schillerhain und welche Verbindung besteht zwischen dem 1802 geadelten Johann Christoph Friedrich von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg; † 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar) und der Stadt an der Weser?

 

Weiterlesen

Schöne Aussichten: Der Weser-Skywalk

Den zweitschönsten Blick auf Bad Karlshafen hatte ich ihn an anderer Stelle mal genannt und es bleibt dabei. Dennoch bietet der Weser-Skywalk einen herausragenden Blick ins Wesertal und vor allem auf die einmalige ‚Barockstadt im märchenhaften Weserbergland‘. Beeindruckende achtzig Meter über dem Niveau der Weser gelegen, zeigt er alle Vorzüge eines grenzübergreifenden Aussichtspunktes: Der tolle Blick auf das hessische Bad Karlshafen, gelegen auf der (niedersächsisch benannten, östlichsten) Hannoverischen Klippe im Ortsteil Würgassen der nordrhein-westfälischen Gemeinde Beverungen.

Der Beitrag beschreibt das beindruckende Bauwerk sowie den Weg bis zu seiner Fertigstellung – er berichtet aber auch über den Streit, den es im Vorfeld um die Errichtung des Weser-Skywalks gegeben hat. Und natürlich erklärt er auch, wie man den Aussichtspunkt erreicht.

Für Bad Karlshafen, so wird sich zeigen, ist der Weser-Skywalk in jeder Hinsicht ein Geschenk.


Weiterlesen

Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (7): Die Krukenburg

© Ger-lin.de Müller, Bad Karlshafen

Hoch über den Ortsteilen trohnt mächtig das historische Schatzkästchen des Ortes: Die mittlerweile rund 900 Jahre alte Krukenburg. Die Höhenburgruine steht etwa 290 m nördlich des Dorfes Helmarshausen sowie etwa 500 m südwestlich der Karlshafener Kolonie Nollendorf. Sie befindet sich auf dem 184,2 m ü. NHN hohen Waltersberg, dessen Gipfel etwa 80 m über einer Flussschleife der Diemel liegt.

Sieht man diese eindrucksvolle Burgruine bei Sonnenschein und blauem Himmel am Horizont, so beginnt man zu träumen: Was mag sich wohl früher alles dort ereignet haben, als Ritter, Mönche und Handwerker die Burg bevölkert haben. Auch wenn es vielleicht nicht jeder weiß, die Burgruine ist ganzjährig zu besichtigen. Die Sehnsucht nach edlen Rittern und hübschen Bugfräuleins ist also direkt greifbar – nur wenige Schritte entfernt. Ebenso wie das Abbild der Grabeskirche in Jerusalem, nach deren Vorbild die Burgkirche der Krukenburg errichtet wurde. Ein Besuch lohnt sich!

 

Weiterlesen

Neues von den Eco Pfaden

Läuft man durch den Wald oder durch Helmarshausen, so stößt man schnell auf sie, die Schilder mit dem roten Kopfbereich: Sie weisen hin auf einen der drei Eco-Pfade, die man in Bad Karlshafen und Helmarshausen erkunden kann: Es gibt für das Umfeld Bad Karlshafen/Helmarshausen den Eco-Pfad Archäologie Sieburg, den Eco-Pfad Archäologie Helmarshausen und den Eco-Pfad Diemel. Alle drei sind vorbildlich beschildert und auch mit gutem Informationsmaterial versehen.

Nun gibt es etwas Neues: Die 36 Eco Pfade im Landkreis Kassel sind nicht nur durch einen Flyer beschrieben oder im Internet aufgelistet. Neben dem 2015 erschienenen, doch nicht so bekannten Buch „Die Eco Pfade – Wanderungen im Landkreis Kassel“ gibt es seit neustem auch eine Eco-Pfade-App für das Smartphone.

Weiterlesen

Die Eisenbahn kommt nach Karlshafen (1): 1848 – Friedrich-Wilhelm-Nordbahn / Carlsbahn

2018 ist das Erinnerungsjahr an den Beginn der Eisenbahn in beiden Ortsteilen: 1848 (vor 170 Jahren) nahm die Friedrich-Wilhelm-Nordbahn / Carlsbahn zwischen Carlshafen und Grebenstein auf der linken Weserseite ihren Betrieb auf. 1878 (vor 140 Jahren) folgte die Bahnstrecke zwischen Ottbergen und Northeim auf der rechten Weserseite.

Die feierliche Eröffnung der Friedrich-Wilhelm-Nordbahn / Carlsbahn erfolgte am 3. April 1848. Die ersten beiden Lokomotiven auf der Strecke Carlshafen – Grebenstein hießen übrigens „Hirsch“ und „Sababurg“. Das Teilstück Grebenstein – Cassel folgte im August 1848.

Sie möchten mehr über die Geschichte der heute verschwundenen Bahn wissen? Viele Spuren der Eisenbahn in Carlshafen, linkes Ufer sind heute noch wiederzuentdecken. In Helmarshausen steht sogar noch das Bahnhofsgebäude, das heute zu den „Helmars-Häusern“ gehört. Folgen Sie den alten Spuren, ein Spaziergang mit sechs Stationen rund um die Carlsbahn nimmt Sie mit in eine andere Zeit.

 

Weiterlesen

Das Friedenstal – eine schöne Erinnerung (1)

Ich denke, fast alle Kinder aus Karlshafen haben eine schöne Erinnerung an das Friedenstal am Rand des immergrünen Sollings. Wir haben dort gespielt, Dämme gebaut und wieder eingerissen, Hütten gebaut und als Pfadfinder das Terrain erkundet. Doch auch die Erwachsenen schätzten dieses liebliche Tal als Oase der Ruhe – wenn nicht gerade spielende Kinder lautstark durch das lustvolle Einreißen eines Dammes die nächste Flutkatastrophe für den kleinen Eisenbahntunnel auslösten. Es war ja auch ein Ruhe- und Rastpunkt von Generationen von Wanderern – schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts.

In mehreren Blogfolgen möchte ich Ihnen Geschichten über das Friedenstal erzählen. Die ersten beiden Kurzgeschichten behandeln die glückliche Vergangenheit, an die sich viele von uns noch gerne erinnern. Heute geht es um eine außerplanmäßig lange Ruhepause von wandernden Eisenbahnern, die sich Carlshafen als Ausflugsziel gesucht haben und nun einen sonnigen Junisonntagmorgen in der weißen Stadt im Grünen verbringen.

Sollten Sie besondere Erinnerungen an das Friedenstal haben, so lassen Sie mich gerne an Ihnen teilhaben. Erzählen Sie mir und uns davon, vielleicht haben Sie auch noch schöne Fotos oder Postkarten. Es wäre schade, wenn das Friedenstal, welches sich heute in einem erbarmungswürdigen Zustand befindet, noch weiter in Vergessenheit geriete. Und nun viel Spaß mit der exklusiven Kurzgeschichte „Wanderers Rast im idyllischen Friedenstal“

Weiterlesen

Historische Aussichtspunkte ins Diemeltal – Rütli und Wandererslust

Das Beispiel Charlottenstein zeigt, wie traurig es sein kann, wenn das kulturelle Erbe eines Ortes nicht gepflegt wird und in Vergessenheit gerät. Wer kennt denn noch das ‚Rütli‘ und die ‚Wandererslust‘? Wie an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnt, gab es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts noch wesentlich mehr Aussichtspunkte mit reizvollen Blicken auf beide Orte. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass früher wesentlich mehr gewandert und spaziert wurde. Von den einst 30 Aussichtspunkten sind heute nur noch wenige als solche zu erkennen. Daher führe ich heute meine ‚Mission‘ fort und hole zwei Aussichtspunkte aus ihrem Schattendasein in die kollektive Erinnerung des Ortes zurück. Mag man das ‚Rütli‘ vielleicht noch kennen, bei ‚Wandererslust‘ sieht das schon anders aus.

Gegen das Vergessen. Weiterlesen

Die Sonntagsspaziergänge im Oktober

Die Vorschläge 48 bis 52 schließen nun die Reihe von wöchentlichen Sonntagsspaziergängen ab. Im hoffentlich schönen Oktober geht es hinauf zur Sohnreyhöhe, der lohnende Umweg führt in die Gegend von Schönebeck und Sababurg. Es gibt für wechselhaftes Wetter oder ein zu üppiges Mittagessen eine Faullenzerrunde. Wir begleiten den Bürgerverein bei seinem Schnatgang am 21. Oktober 2017 über den 8,5 Kilometer langen Sängerweg. Der 52. und letzte Vorschlag ist noch mal ein besonderer Leckerbissen: Er bringt den Sonntagsspaziergänger an einige Schauplätze des ‚Tatort Märchenlands‘.

Damit endet die Auswahl an Sonntagsspaziergängen, die nun ja ein ganzes Jahr ausfüllen und den interessierten Bürgern und Gästen eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten, die beiden Orte Bad Karlshafen und Helmarshausen sowie die ebenso schöne Umgebung zu erkunden. Daher zum vorerst letzten Mal: Viel Spaß auf all Ihren Wegen! Weiterlesen