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Kategorie: Stadtgeschichte

Vom Mittelalter zum Barock (2): Sieburg / Carlshafen / Karlshafen 1699-1972

Im zweiten Teil der großen Stadtchronik geht es heute um Sieburg (1699-1717), Carlshafen (1717-1935) und Karlshafen (1935-1972/1977). Erfahren Sie nach dem ersten Teil „Helmerateshusa / Helmarshausen 944-1699“ heute etwas über die kurze Geschichte der städtischen Handelskompanie, die Badegeschichte in der Stadt sowie die wechselvolle Geschichte der beiden Flussbrücken.

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Historischer Aussichtspunkt ins Wesertal – Die Lindenhöhe

In der Nähe des Charlottensteins liegen zwei historische Aussichtspunkte, die Lindenhöhe und der immer noch verschollene Petrisitz. Durch die verheerenden Sturmschäden im Januar 2018 wurde nicht nur der Charlottenstein stark zerstört, gleichzeitig wurde auch die Lindenhöhe, ein ehemaliger Aussichtpunkt auf Bad Karlshafen und das Wesertal, wieder wahrnehmbar.

Die Lindenhöhe könnte durch die Nähe zum Charlottenstein in Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen. Der Aufwand, diesen schönen Platz als einfachen Aussichtspunkt wieder herzurichten, ist überschaubar. Ein historisches Bild zeigt uns seine einstige Schönheit.

Ich stelle mir vor, dass man dort im Rahmen einer Nachtwanderung durch eine sternklare Nacht verweilt, um hoch über der Stadt durch die mitgebrachten Feldstecher und Ferngläser Planeten und Sternhaufen zu beobachten.

Schon heute ist dieser idyllische Platz aufgrund des tollen Stadt- und Weserblicks einen Besuch wert.

 

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Zeitreise: 1894 – Errichtung der ersten Weserbrücke

Ende Dezember 2018 wurde sie beim Abbruch der alten Weserquerung gefunden, die „historische Brücke“ zum Bau der ersten Weserbrücke im Jahr 1894. Die Zeitkapsel enthielt unter anderem eine Einladungskarte zur Jahresversammlung des Hessischen Volksschullehrervereins und eine Ausgabe der „Hofgeismarer Zeitung“ aus dem Jahr 1893, in diesem Jahr wurde die Zeitkapsel zum historischen Brückenbau angelegt und verbaut. Ein Jahr später, 1894, war die erste Wesebrücke in Carlshafen fertig; dem Jahr, in dem das Reichstagsgebäude in Berlin fertiggestellt wurde. Pierre de Coubertin gründete in diesem Jahr das Internationale Olympische Komitee mit dem Ziel, die Olympischen Spiele wiederzubeleben. Zudem wurden 1894  Heinrich Lübke und Joseph Roth geboren, Robert Louis Stevenson verstarb. 125 Jahre später wird die nunmehr dritte Brücke fertiggestellt – viellleicht ist es die richtige Gelegenheit, eine neue Zeitkapsel zusammenzustellen und in der neuen Brücke zu hinterlegen?

 

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Wanderung „Vergessene Orte entdecken: Himmelsleiter und Charlottenstein“

In mehreren Blogbeiträgen hat „Treffpunkt Hafenmauer“ die „Vergessenen Orte“ Charlottenstein, Himmelsleiter und Eisenbahner-Erholungsheim beschrieben, nun gilt es sie zu entdecken beziehungsweise wiederzuentdecken. Manche kennen diese Orte vielleicht noch aus ihrer Kindheit und waren schon seit Jahrzehnten nicht mehr dort. Dieser Wandervorschlag gibt Ihnen die Möglichkeit einer Reise in eine andere Zeit oder vielleicht auch nur zurück in Ihre Kindheit – in der Sie als Grundschüler sicherlich auch die Stufen der Himmelsleiter zählen mussten?

Allen Interessenten bietet „Treffpunkt Hafenmauer“ am Sonntag, 13. Januar 2019, um 14 Uhr eine circa anderthalbstündige Wanderung durch den stadtnahen Reinhardswald an. Die Wanderung beginnt am „Treffpunkt Hafenmauer“ vor dem Rathaus in Bad Karlshafen. Außerdem ist so eine gemeinsame Wanderung eine hervorragende  Gelegenheit, darüber nach zu sinnen, was man unternehmen kann, um die Situation vor Ort zu verbessern.

Dieser Blogbeitrag liefert eine Kurzbeschreibung der drei Stationen, eine Wegbeschreibung sowie nützliche Informationen (Detailbeschreibung, Faltplan) zu dieser Wanderung.

 

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Vergessene Orte (5): Das Eisenbahnerheim

Majestätisch gelegen erblickt man vom Hugenottenturm aus hoch auf dem Brandenberg das ehemalige Eisenbahner-Erholungsheim. Nimmt man jedoch ein Fernglas oder geht man den Weg den Triftweg hinauf, so bekommt man einen ganz anderen Eindruck: Ein undichtes Dach, zerschlagene Scheiben, von der Wand blätternder Putz – Verfall, wohin man auch schaut. Das einst parkartige Grundstück ist heute ein ungepflegtes und überwuchertes Pferdegatter – hier wenigstens noch eine sinnvolle Nutzung. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann das denkmalgeschützte Gebäude endgültig aufgegeben und abgerissen wird. Nachdem es einst als Erholungsheim für die Eisenbahner und später für deren Frauen sowie als Lazarett in zwei Weltkriegen und als Massenunterkunft für Asylbewerber diente, ist es heute nur noch ein Unterschlupf für die zahlreichen im Reinhardswald heimischen Waschbären.

Dieser Blogbeitrag beleuchtet die Entstehungsgeschichte des immer noch so stattlichen Gebäudes.

 

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Jüdische Geschichte in Karlshafen und Helmarshausen – Teil 3: Gedenken in Helmarshausen

Im dritten Beitrag über die jüdische Kultur in den Ortsteilen möchte „Trefffpunkt Hafenmauer“ an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Helmarshausen erinnern. 1933 betrug die Anzahl der jüdischen Einwohner in Helmarshausen 10, in Karlshafen waren es zur gleichen Zeit 33.

Ein Vorschlag für einen Gedenk- und Erinnerungsspaziergang führt zu den einstigen Wohnhäusern der jüdischen Familien in Helmarshausen während der Zeit des Nationalsozialismus. „Stolpersteine“ gibt es im Ort leider noch keine, doch anhand der Aufzeichnungen von Bernhard Schäfer, Magda Thierling und Meta Frank (siehe Quellenhinweise) kann man das Schicksal der jüdischen Bürger der Stadt in dieser dunklen Zeit gut nachvollziehen und ein Gedenken ermöglichen.

„Die sich des Vergangenen nicht erinnern, sind dazu verdammt, es noch einmal zu erleben.“ (Sprichwort von George Santayana auf der Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus aus Helmarshausen).

 

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Jüdische Geschichte in Karlshafen und Helmarshausen – Teil 2: Gedenken in Bad Karlshafen

Im zweiten Beitrag über die jüdische Kultur in den Ortsteilen möchte „Trefffpunkt Hafenmauer“ an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Bad Karlshafen erinnern. 1933 betrug die Anzahl der jüdischen Einwohner in Bad Karlshafen 33, in Helmarshausen waren es zur gleichen Zeit 10.

Ein Vorschlag für einen Gedenk- und Erinnerungsspaziergang führt zu den einstigen Wohnhäusern der jüdischen Familien in Karlshafen während der Zeit des Nationalsozialismus. „Stolpersteine“ gibt es im Ort leider noch keine, doch anhand der Aufzeichnungen von Bernhard Schäfer, Magda Thierling und Meta Frank (siehe Quellenhinweise) kann man das Schicksal der jüdischen Bürger der Stadt in dieser dunklen Zeit gut nachvollziehen und ein Gedenken ermöglichen.

„Vergessen führt in die Verbannung. Erinnerung jedoch ist das Geheimnis der Erlösung“ (jüdisches Sprichwort auf der Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus aus Bad Karlshafen).

 

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Jüdische Geschichte in Karlshafen und Helmarshausen – Teil 1: Leben

Man muss heute schon ziemlich genau hinschauen, wenn man die Spuren jüdischen Lebens in Bad Karlshafen und Helmarshausen erkennen will. In zwei Beiträgen möchte „Trefffpunkt Hafenmauer“ an die jüdische Kultur in den Ortsteilen erinnern. Während sich Teil 1 mit Leben und Alltag der jüdischen Mitbürger befasst, geht es in Teil 2 um das Gedenken an die Menschen, die als Opfer des Nationalsozialismus ermordet wurden, Selbstmord begangen haben oder geflüchtet sind.

Es gab vor Nationalsozialismus und Shoah auch in Helmarshausen und Karlshafen ein aktives jüdisches Gemeindeleben mit Gottesdiensten sowie Bestattungen auf dem eigenen jüdischen Totenhof. Mit einem Vorschlag für eine circa zweistündige Wanderung soll das Gemeindeleben unserer jüdischen Mitbürger anhand einiger Stätten nachgezeichnet werden.

Versetzen Sie sich heute also einmal in die Lebenssituation eines jüdischen Gläubigen, der sich aus Karlshafen kommend am Sabbat oder einem hohen jüdischen Feiertag auf dem Weg in die Synagoge nach Helmarshausen begibt. Folgen Sie im ersten Teil einfach den Spuren der jüdischen Gemeinde Helmarshausen / Karlshafen.

 

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Kleine Chronik der Hochwasserereignisse zwischen Weser und Diemel – Teil 2: Helmarshausen

Bad Karlshafen und Helmarshausen waren aufgrund ihrer besonderen Lage zwischen den Flüssen Weser und Diemel im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Opfer großer Überschwemmungen. Haben damals menschliche Eingriffe – wie Regulierungsversuche und Begradigungen – die Hochwassergefahr erhöht, ist heute der Ingenieurwasserbau immer noch nicht in der Lage, vollkommene Sicherheit zu garantieren. Nachdem das Thema Hochwasser bereits für Bad Karlshafen dargestellt wurde (21. November 2016), nun eine Hochwasser-Chronik für Helmarshausen. Dort befasste sich 2015 – anlässlich des zehnjährigen Bestehens des dortigen Heimatmuseums – eine Sonderausstellung „Hochwasser in Helmarshausen“ mit diesem Thema. Aus dieser Ausstellung beziehungsweise der schriftlichen Zusammenstellung von Wolfgang Frohmüller stammen auch die wesentlichen Informationen dieser Chronik.

 

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Vergessene Orte: Die Himmelsleiter

In der Reihe ‚Vergessene Orte‘ geht diesmal hoch hinaus: Die Himmelsleiter im Reinhardswald, gar nicht weit weg von den letzten Häusern des C.-D.-Stunz-Wegs. Immerhin findet sie sich noch auf den aktuellen Stadtplänen Bad Karlshafens, zudem kennt sie jede/r, die/der im Ort aufgewachsen ist. Mussten nicht auch Sie die Zahl der Stufen zählen, als Sie beim Wandertag in der Grundschule dort hinauf gescheucht wurden?

Warum dann also die Himmelsleiter als ‚Vergessener Ort‘? Ganz einfach – erstens würde nicht jeder die Himmelsleiter heute wiederfinden: Die Wege sind verwaist und eine Beschilderung lange schon nicht mehr vorhanden. Zweitens gibt es in diesem Fall sogar einen Videobeweis: Vielleicht erinnern Sie sich an den Bericht des hr-Fernsehens vom 6. November 2015, wo Jürgen Bunk und Egon Haake eine Expedition zur Himmelsleiter unternommen haben und dazu im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein klettern mussten?

Folgen Sie also gerne dieser Erinnerung an den ‚Stairway to heaven‘ im heimatlichen Reinhardswald.

 

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