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Schlagwort: Bad Karlshafen

Acht Kostbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen (8): Das Weinhaus Römer

Die achte und letzte Kostbarkeit dieser Reihe ist das Weinhaus Römer am Hafenplatz in Bad Karlshafen. Ist der Begriff „Weinhaus“ eigentlich selbsterklärend, beherbergt das 1838 erbaute Haus für Bad Karlshafen jedoch etwas ganz besonderes: Die regelmäßig stattfindenden Vorstellungen der Kleinkunstbühne bieten anspruchsvolle Unterhaltung für alle, die Kabaret, Singer-Songwriter, Blues, Poesie und mehr mögen. Hier finden zudem die Tagungen der Compagnie Poesie statt, die schon mehrfach im Kursaal die „Lange Nacht der Poesie“ veranstaltet haben. Und natürlich ist das Weinhaus, was es verspricht: Weinfachhandel, Likörmanufaktur, Ort für gepflegte Weinproben und die Weinsprechstunde sowie vieles mehr. Nicht zuletzt endet genau hier der Hugenotten- und Waldenserpfad, der die Fluchtroute der Religionsflüchtlinge aus dem 17. Jahrhundert beschreibt. Da ist es natürlich naheliegend, auch geführte Stadtspaziergänge und Wanderungen anzubieten.

 

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Carl – viel mehr als nur ein Namensgeber

„Carlstaße“, „Carlsplatz“ und „Carlsbahn“ – täglich kommen wir in Bad Karlshafen und Helmarshausen mit „Landgraf Carl zu Hessen Cassel“ in Kontakt. Doch wer war dieser Carl? Er verkaufte Soldaten, verfolgte ein unrealistisches Kanalprojekt und schuf eine Stadt, die noch heute seinen Namen trägt. Aber wie die noch bis zum 1. Juli in Kassel laufende Ausstellung „Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa“ sowie das hervorragende Begleitbuch zeigen, steckte hinter dem Landesherren mehr als man gemeinhin vermutet. Beispiele: Er und seine fünf Söhne kämpften im Spanischen Erbfolgekrieg und einer seiner Söhne wird später König von Schweden. Er war es auch, der den Perpetuum-Mobile-Bauer Orffyreus zunächst nach Kassel holte, um ihn dann später nach Karlshafen zu verbannen.

 

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Mal in eigener Sache: Blogbeiträge abonnieren

Anfang des Jahres 2018 ist der Bad-Karlshafen-und Helmarshausen-Blog „Treffpunkt Hafenmauer“ auf seine eigene Domain www.treffpunkt-hafenmauer.de umgezogen und hat mittlerweile auch schon mehr als 5000 Zugriffe zu verzeichnen. Seit kurzem ist es zudem möglich, die regelmäßig erscheinenden Blogbeiträge direkt zu abonnieren. Auf diese Weise läßt sich sicherstellen, dass man keinen der interessanten Beiträge zu Geschichte, Geschichten und Insidertipps von/über/für Bad Karlshafen und Helmarshausen verpassen kann. Sie finden die Eintragungsmöglichkeit auf jeder Seite von Treffpunkt Hafenmauer unten links im der Fußbereich – E-Mail-Adresse eintragen und „Blogbeiträge abonnieren“ anklicken, Bestätigungsmail abwarten, Abo bestätigen, fertig! Eingetragene Abos werden nur nach Ihrer persönlichen Bestätigung aktiviert (Double-Opt-in) und können auch jederzeit leicht mittels des entsprechenden Links in den E-Mails beendet werden. Sollte es Schwierigkeiten beim Abonnieren der Beräge geben, so gibt es hier eine kleine Hilfestelllung. Und das alles ist konform zu der am 25. Mai 2018 in Kraft getretenen Europäischen Datenschutzverordnung: Natürlich gibt es auch eine aktualisierte Datenschutzerklärung, die auf der Internetseite im Bereich „Service“ jederzeit einsehbar ist und die die ordnungsgemäße Verwendung der wenigen gespeicherten Daten erläutert.

Ein Wort der Entschuldigung an die bereits eingetragenen Empfänger der Blogbeiträge: Leider gibt es heute nicht die gewohnt-spannenden Informationen über die „Barockstadt im märchenhaften Weserbergland“ beziehungsweise das „1000-jährige Tor zum Reinhardswald“. Aber ich würde mich darüber freuen, wenn Sie diesen Beitrag vielfach weiterleiten und teilen, um auf diese Weise das Open-Source-Projekt „Treffpunkt Hafenmauer“ und damit die Lieblingsorte Bad Karlshafen und Helmarshausen weiter bekannt zu machen. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Leser meines Blogs in den Sozialen Medien.

Denn es ist meine Philosophie, interessante Informationen, sobald ich sie gefunden habe, aufzuarbeiten und zu veröffentlichen. Damit ist sichergestellt, dass auch zukünftige Generationen wissen, wie ihre Altvorderen die Orte gesehen haben und was sie dort erleben durften. Aber es wäre ungerecht, nur in die zugegeben spannende Vergangenheit zu schauen: Dass die Orte schon viel viel zu bieten haben, zeigen – stellvertretend für alle Sehenswürdigkeiten der Erlebnisstadt – die „Acht Kostbarbarkeiten in Bad Karlshafen und Helmarshausen“.

Und die Gedanken an die Zukunft sollten sowie immer rosig sein …

Orffyreus und das Perpetuum Mobile erobern Bad Karlshafen

Die Stadt Bad Karlshafen dreht derzeit am Rad, aber nicht wegen ihrer Finanzen oder der zahlreichen Baustellen. Nein, sie berauscht sich vielmehr an einem ganz besonderen Ereignis, das auf die Anwesenheit des Perpetuum-Mobile-Erfinders Orffyreus in der Stadt zurückgeht: Dieses und nächstes Wochenende (24.05.-26.05. und 31.05.-02.06.) gibt es die einmalige Möglichkeit, den Quacksalber, Schatz- und Goldgräber und vor allem Uhrmacher im Rahmen des Theaterstücks „Perpetuum Mobile – Eine Stadt im Rausch“ kennenzulernen. Eine begleitende Ausstellung schildert noch bis zum 14. Oktober  2018 detailliert Leben und Werk von Johann Ernst Elias Bessler, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Orffyreus.

 

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Zeitreise: 1943 – Die Flutwelle der zerstörten Edertalsperre erreicht Karlshafen

1943 ist das Jahr, in dem in Stalingrad die sechste Armee unter Generalfeldmarschall Friedrich Paulus kapituliert. Die Geschwister Scholl werden wegen ihres Widerstands gegen den Nationalsozialismus hingerichtet und der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler wird geboren. Im selben Jahr stirbt der russische Pianist, Komponist und Dirigent Sergei Rachmaninow. Während in Karlshafen und an anderen Orten an der Weser der Muttertag begangen wird, starten am 16. Mai 1943 in England dreizehn Bomber, um im Herzen des damaligen Deutschen Reiches drei Talsperren anzugreifen. Die Flutwelle der am 17. Mai zerstörten Edertalsperre erreicht am 18. Mai Karlshafen und führt dort zu einem Pegelstand von 8, 57 Meter – eines der größten Hochwasser in der Stadt: Der Krieg kommt erstmals in die Stadt.

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Vergessene Orte (3): Der Hermann-Löns-Platz

Der vor 150 Jahren geborene „Heidedichter“ Hermann Löns hat im stadtnahen Reinhardswald von Bad Karlshafen seinen eigenen Platz, einen „Aussichtspunkt auf das reizvolle Diemeltal“, wie es sinngemäß im Wanderführer von 1938 heißt. Doch wer war dieser Hermann Löns und wo findet man heute seinen Platz? In der Liste der bekannten Löns-Gedenkstätten steht für ‚Bad Karlshafen/Weser‘ folgender Eintrag zu Buche: „Löns-Platz mit Löns-Stein“. Früher war es laut Wanderführer zudem einer der attraktiven Aussichtspunkte der Stadt: „Es folgen kurz hintereinander die drei Aussichtspunkte Hermann-Löns-Platz, Hessenkanzel und Wandererslust. Von diesen drei Punkten biete sich dem Wanderer einer der reizvollsten Anblicke der Umgebung Karlshafens.“

Und heute?

 

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Bellevue, Carlsplatz, Schicksal

Es führt ein breiter Weg hinauf vom Ortsausgang Bad Karlshafen zu einem herrlichen Aussichtspunkt, der aus diesem Grund auch zunächst den Namen „Bellevue“ – Schöne Aussicht“ tragen durfte. Dann wurde der Platz in die Reihe der Erinnerungsorte an Landgraf Carl zu Hessen aufgenommen und bekam den Namen Carlsplatz. Sehenswert ist auch der Besuchersteinbruch als Station des Eco Pfads „Archäologie Helmarshausen“. Was es aber nun mit dem Schicksal auf sich hat, erklärt der Blogbeitrag „Bellevue, Carlsplatz, Schicksal“ aus der Reihe „Stadtblicke“.

 

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Buchbesprechung: „Die Römer im Chattenland“ von Udo Schlitzberger und Klaus Fröhlich

„Chatti – Hassi/Hessi – Hessen“ – kaum jemand wird wissen, dass die gemanischen Chatten einstmals zu den größten und kampfstärksten Verbänden gegen die Römer gehörten und mit ihrem fortgesetzen Widerstand die Besetzung ihres Territoriums verhinderten. Ihr Siedlungsgebiet lag zwischen dem Main im Süden, der Lahn im Westen, der Werra im Osten sowie der Diemel im Norden. Über die zu Beginn genannten Lautverschiebungen gaben sie letztlich unserem Bundesland seinen Namen.

Das Buch „Die Römer im Chattenland“ von Udo Schlitzberger und Klaus Fröhlich arbeitet diese Spuren der römischen Präsenz in Nordhessen auf und ist damit ein wichtiger Beitrag zum Verständnis unserer Geschichte. Es basiert übrigens auf dem Volkshochschulkurs „Antike Reisewege in den hessischen Mittelgebirgen“.

Für die Bewohner von Bad Karlshafen und Helmarshausen besonders interessant: Die Exkurse über die Sieburg und die städtebauliche Geschichte von Helmarshausen.

 

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Vergessene Orte (2): Der Schillerhain

P1030521Ein weiterer „Vergessener Ort“ ist der oberhalb der Hessischen Klippen auf dem Kuhberg befindliche Schillerhain. Leicht zu finden ist er ja, er liegt direkt hinter dem „Platz der Heimatvertriebenen“. Aber warum gibt es auf dem Kuhberg einen Schillerhain und welche Verbindung besteht zwischen dem 1802 geadelten Johann Christoph Friedrich von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg; † 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar) und der Stadt an der Weser?

 

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Schöne Aussichten: Der Weser-Skywalk

Den zweitschönsten Blick auf Bad Karlshafen hatte ich ihn an anderer Stelle mal genannt und es bleibt dabei. Dennoch bietet der Weser-Skywalk einen herausragenden Blick ins Wesertal und vor allem auf die einmalige ‚Barockstadt im märchenhaften Weserbergland‘. Beeindruckende achtzig Meter über dem Niveau der Weser gelegen, zeigt er alle Vorzüge eines grenzübergreifenden Aussichtspunktes: Der tolle Blick auf das hessische Bad Karlshafen, gelegen auf der (niedersächsisch benannten, östlichsten) Hannoverischen Klippe im Ortsteil Würgassen der nordrhein-westfälischen Gemeinde Beverungen.

Der Beitrag beschreibt das beindruckende Bauwerk sowie den Weg bis zu seiner Fertigstellung – er berichtet aber auch über den Streit, den es im Vorfeld um die Errichtung des Weser-Skywalks gegeben hat. Und natürlich erklärt er auch, wie man den Aussichtspunkt erreicht.

Für Bad Karlshafen, so wird sich zeigen, ist der Weser-Skywalk in jeder Hinsicht ein Geschenk.


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